Ökologische Wander- & Radreisen
Frühling in Nordost-Griechenland (Wandertour)
Zwischen Nestos und Rhodopen

Der kaum bekannte Nordosten Griechenlands, die Heimat des Orpheus, überrascht den
Besucher mit der größten biologischen Vielfalt Europas. Fast zwei Drittel aller
Pflanzen- und Tierarten unseres Kontinents kann man in dieser Region entdecken.
Sie präsentiert sich mal typisch mediterran, mal fühlt man sich an einen
Steppensee in der Puszta versetzt, mal glaubt man durch den Nordschwarzwald zu
wandern, mal wird man an Südskandinavien erinnert. Die Rodopen, ein
Mittelgebirge, dessen behäbige Bergrücken und einsamen Hochflächen an manchen
Stellen terrassenförmig in schluchtartige Täler mit tosenden Wasserfällen abstürzen,
an anderer Stelle eher sanft in einen Gebirgskessel übergehen oder eine Ebene
umfassen, prägen die Landschaft am Nordrand der Ägäis. Der griechische Teil ist heute fast menschenleer.
Im Strimon-Tal, Nestos-Delta und der thrakischen Ebene breiten sich
Feuchtgebiete unterschiedlichen Charakters aus. Da gibt es Lagunen mit
Brackwasser, Strandseen mit vegetationsarmen Ufern, flache Seen mit breiten
Röhrichtgürteln und amphibische Lebensräume. An der Küste wechseln sich weite
Sandstrände mit felsigem Terrain ab. Für unvergessliche Naturerlebnisse scheint gesorgt.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 970,00 € |
| Einzelzimmer | 1.060,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.160,00 € |
Reiseberichte zu dieser Reise
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Termine
| Sa., 25. Apr. 2009 | - | Sa., 09. Mai. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Alle Transporte während der Reise
- Fachkundige Reiseleitung
- DZ/EZ in Ferienhäusern und in einer Pension
- Frühstück
- Eintrittsgelder
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Hartwig Walletschek
Hinweise
- Eigene An- und Abreise.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Anreise
Bahnanreise bzw. Flüge werden von DR. KOCH REISEN zu günstigen Tarifen vermittelt.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
-
Anreise
Eintreffen im Exkursionsgebiet. Quartierort ist VIRONIA (4 Ü).
- 2.-4. Tag
-
Im Kerkini-See-Gebiet
Das Kerkini-See-Gebiet ist das Reich der Wasserbüffel, Pelikane,
Löffler, Reiher und Sumpfschildkröten. Im Frühjahr dringt ein vielstimmiges
Vogel- und Froschkonzert an das Ohr des Besuchers. Es wird u.a. intoniert
von Nachtigall, Drosselrohr- und Seidensänger, Weißbartgrasmücke, Blass-Spötter,
Kappenammer, Wiedehopf, See- und Laubfrosch. Auf überfluteten Wiesen stochern
Braune Sichler und verschiedene Watvögel im Untergrund. Am Fuß des von
Eichen- und Buchenwäldern bedeckten Beles-Gebirges (bis 2000 m) säumen bunte
Frühlingsblumen den von Kermeseiche und Christusdorn dominierten Buschwald.
Ganztägige Wanderung zum Nordostufer des Kerkini-Sees
Entlang der röhrichtumstandenen
Feuchtgebiete am Strimon zum Auwald im Mündungsdelta und am Nordostufer des Sees,
von dort durch reich gegliederte Kulturlandschaft am Fuß des Beles-Gebirges zurück
nach Vironia.
Ganztägige Exkursion zur Nordwestecke des Sees
Per Bahn nach
Livadia (16 km) - Abholung zum Besuch des Museum für Feuchtgebiete in Kerkini,
danach Bootsfahrt zu den Rastplätzen der Pelikane und Brutkolonien der Reiher,
Löffler und Kormorane, anschließend Wanderung auf einem Damm entlang dem
Nordwestufer des Kerkini-Sees vorbei an Auwaldresten und Seerosenfeldern - per Bahn
nach Vironia.
Transfer nach Dadia nahe der türkischen Grenze (per Bahn und Bus oder per Taxi). 2 Ü in Dadia.
- 5.-6. Tag
-
Dadia - im Greifvogelschutzgebiet
Dadia "besitzt" ein beeindruckendes Greifvogelschutzgebiet. Hier sind wir
im Reich der Adler, Geier und Falken. Die teils sanfte, teils schroffe
Berglandschaft (bis 650 m hoch) des Greifvogelschutzgebiets bedeckt ein Mosaik
aus Busch-, Weide- und Ackerland, Eichen- und Kiefernwäldern mit Baumheide,
Blumenesche, Hopfen- und Orientalischer Hainbuch als Beimischung. Das Gebiet
ist reich an Insekten, Reptilien und Amphibien, was neben den Greifvögeln
auch Schwarzstorch, verschiedenen Würgerarten und Bienenfressern zugute kommt.
Ganztägige Wanderung im Greifvogelschutzgebiet
Durch lichten
Kiefernwald zur Greifvogelbeobachtungsstation, von dort zum Gipfel des Gibrena
(450 m) mit herrlichem Blick über das Greifvogelschutzgebiet und durch Bergwiesen,
Kiefern- und Eichenwälder mit Blick in ein Schluchttal zurück nach Dadia.
Streckenlänge ca. 16 km, Höhenunterschied ca. 350 m.
Transfer nach Stavroupolis (per Bus und Bahn). Hier 7 Ü.
- 7.-14. Tag
-
Zentral-Rodopen / Nestos-Tal: im Reich von Bär, Wolf, Ziege und
Felsenschwalbe
Unter dem vielschichtigen Blätterdach der weitläufigen Laub- und Nadelmischwälder
lässt es sich trefflich wandern. Die Vielfalt der Eichen-, Ahorn-, Eschen-,
Ulmen-, Buchen- und Kiefernarten sorgt zusammen mit Fichte und Tanne für ein
abwechslungsreiches Waldbild. Die bunte Blütenpracht der Bergwiesen, Lichtungen
und Waldränder erfreut das Auge. Ins Kalkgestein des Lekani-Gebirges hat der Nestos
ein stark mäandrierendes Schluchttal gefräst. An den steilen Hängen wachsen
Kermeseichen, Steinlinden, wilde Oliven-, Erdbeer-, Judas-, Feigen- und Zürgelbäume.
Das Flussufer säumen Schwarz- und Silberpappeln, Silberweiden, Schwarzerlen und
Platanen. Es gibt viele Orchideen, Lilien- und Nelkengewächse zu entdecken.
Das Siedlungsgebiet der Muslime charakterisieren verschachtelte Terrassenfelder,
schüttere Bestände stark beschnittener Eichen, große Ziegenherden und schlanke
Minarette.
Halbtägige Wanderung durch die Kulturlandschaft in der Umgebung von
Stavroupolis
Über von Buschwald eingerahmte, terrassierte Wiesen mit Orchideen
in ein Trockental mit Bienenfresserkolonie, von dort durch die Nestosaue zurück.
Streckelänge ca. 9 km.
Ganztägige Wanderung in den Südteil der Nestos-Schlucht
Per Pickup
nach Livera (10 km) - von der Gemarkung des verlassenen Bergdorfes (550 m) durch
Buschwald hinunter in Schlucht mit Felsenvegetation und Auwald zum Südausgang
– per Bahn zurück (25 km. Streckelänge ca. 17 km, Höhenunterschied: ca. 450 m
ab- und 100 m aufwärts.
Ganztägige Wanderung durch die Terrassenlandschaft im Siedlungsgebiet
der Muslime
Per Linienbus nach Likodromio (14 km) - durch Balkaneichenwald
vorbei an mächtigen Esskastanien, Schneitelbäumen und Tabakterrassen zu einem
Auslug über das Land der Pomaken (muslimische Minderheit) – zurück auf einem
alten Mulipfad, der durch aufgelassenes Kulturland mit dem seltenen Speierling
und durch zunehmend verwildernden Eichenwald führt. Streckenlänge ca. 15 km,
Höhenunterschied ca. 400 m.
Ganztägige Wanderung zum Wasserfall bei Livaditis
Per Kleinbus nach
Livaditis (ca. 25 km) – über die Hochebene (ca. 1250 m) mit aufgelassener
Kulturlandschaft zum Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf Nestos-Tal und
Zentral-Rodopen, von dort durch zwei üppig bewaldete Schluchttäler und vorbei
am großen Wasserfall (31 m hoch) zurück nach Livaditis. Streckenlänge ca. 16 km,
Höhenunterschied ca. 450 m.
Ganztägige Wanderung zum Urwaldreservat am Kula
Per Kleinbus nach
Erimanthou (ca. 35 km) - durch herrlichen Laub- und Nadelmischwälder zum
Urwald im Quellgebiet des Arkoudorema, über eine Bergschulter mit Bergwiesen
und pittoresken Felsen zurück nach Erimanthou. Streckenlänge ca. 21 km,
Höhenunterschied ca. 300 m.
Besuch der Altstadt von Xanthi
Anreise per Linienbus.
Besuch der Ausgrabungen von Philippi
Anreise per Linienbus.
Transfer nach Vironia (per Bahn). Hier 1 Ü.
- 15. Tag
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Rückreise
Eigene Heimreise.