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Rad- & Wandertouren in Kappadokien (8 Tage)
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Kulturreisen

Vom Schwarzen Meer ins ostanatolische Hochland
Kirchen und Klöster in grandioser Bergwelt

Der Kleine Kaukasus, das Grenzland zu Georgien im Nordosten der Türkei, ist eine Region voller Gegensätze. Auf das weithin baumlose anatolische Hochland folgen dichte Wälder aus Orientbuche, Orientfichte, Nordmannstanne und Barterle, tiefe Flusstäler mit schroffen Felswänden, von Dreitausendern überragt. Subtropisch muten die Küsten an; Teeplantagen reichen bis ans Meer, außerdem gedeihen hier Feigen, Oliven und sogar Zitrusfrüchte. Im Sommer herrscht in den Bergen reger Almbetrieb. Georgische Volksstämme, Meister in der Kunst der Metallverarbeitung, siedelten schon im 2. Jahrtausend v.Chr. an den Hängen des Kaukasus. Nach Kolchis, in ihren Herrschaftsbereich, zogen die Argonauten, um das Goldene Vlies zu holen. Die Städte am Schwarzen Meer sind Gründungen griechischer Kolonisten. Ostanatolien wurde schon im 2. Jh. christianisiert. Einsam in großartiger Landschaft, in abgeschiedenen Dörfern und Städtchen, konnten sich prachtvolle Zeugnisse der georgischen und armenischen Blütezeit im 9. und 10. Jh. erhalten.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.590,00 €
Einzelzimmer1.770,00 €

Privat-Tour
1-7 Personen ab 1.750,00 €

Reiseberichte zu dieser Reise

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Termine
Sa., 18. Jul. 2009-Sa., 01. Aug. 2009
Sa., 01. Aug. 2009-Sa., 15. Aug. 2009
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Schwierigkeitsgrad
Leichte Wanderungen, gute Wege, normale Kondition / Wanderzeit ca. 3-5 St. / Höhenunterschied max. 400m
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Ab 01.01.2009 gelten neue Preise! Rail&Fly Hin-und Rückflug, 2. Klasse für 70,00 € pro Person.

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Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Trabzon, Hotel in Rize, 1 Ü.

2. Tag

Imerhevi-Tal

Im Tal des Imerhevi wurden so viele Kirchen und Klöster gebaut, dass man vom “Georgischen Athos” gesprochen hat. Besichtigung der Kreuzkuppelkirche Dolishana bei Hamamlıköy, Wanderung zur Klosterruine Porta. Weiterfahrt zur Festungsruine von Ardanuç und zum versteckt in einer bewaldeten Mulde liegenden georgischen Kloster Yeni Rabat (9. Jh.). In seiner Buchmalerei-Schule entstanden im 9. und 10. Jh. kostbare Evangeliare. 2 Ü im 1000 m hoch gelegenen Gebirgsort Şavşat.

3. Tag

Tbeti, Veliköy, Karagöl

Fahrt auf Nebensträßchen zur Kirchenruine des alten Bischofssitzes von Tbeti, versteckt unter Bäumen in einem Tal gelegen. Im Chor finden sich Reste von Fresken, die Christus mit ausgebreiteten Armen zeigen, umringt von Heiligen und Engeln. Besuch von Veliköy und anderen kleinen Dörfern mit Holzmoscheen und zweistöckigen Holzhäusern mit Geranienschmuck und überdachten Balkonen. Weiter geht es zum Karagöl, Umwanderung des von Tannen- und Fichtenwäldern umgebenen Gebirgssees.

4. Tag

Çıldır-See, Kars

Über den Gebirgsort Ardahan mit seiner wuchtigen osmanischen Festung geht die Fahrt in Richtung Kars. Abstecher zum fast 2000m hoch gelegenen Çıldır-See. Von der Ortschaft Çıldır nordwestlich des Sees aus wandern wir zur malerisch am Ufer der Kura gelegenen Burg Rabat, im Volksmund auch Şeytan Kalesi, “Teufelsschloss”, genannt. Anschließend Besichtigung der georgischen Kuppelbasilika von Gölebelen, die heute als Moschee genutzt wird. Schöner Blick über den See mit seinen Kolonien von Wasservögeln. Weiterfahrt nach Kars, dessen Altstadt von einer mächtigen armenisch-osmanischen Zitadelle überragt wird. In der Nähe der ehemaligen Apostelkirche überspannt eine steinerne Brücke den Kars-Fluss. 3 Ü in Kars.

5. Tag

Ani

Besuch der Ruinenstadt Ani, im 10. Jh. Residenzstadt der armenischen Bagratiden-Könige, an der armenisch-türkischen Grenze. Wanderung durch die eindrucksvollen Ruinen von Palästen, Türmen und Kirchen in dem weiten Gelände um die Schluchten des Arpa-und des Alaca-Flusses: Apostel- und Erlöserkirche, Gregor-Kirchen, Kathedrale, Jungfrauenkloster, Zitadelle. Der Ring einer doppelten Stadtmauer sorgte für den Schutz der Stadt, in der es zu ihrer Blütezeit 100.000 Einwohner und 1000 Kirchen gegeben haben soll! Mit dem Einfall der Mongolen wurde die Stadt entvölkert und später bei einem Erdbeben völlig zerstört.

6. Tag

Horomos, Karmir Wank, Museum Kars, Beşkilise

Fahrt zur armenischen Klosteranlage Horomos östlich von Kars; aus dem 10. und 11. Jh. stammen Hirten-, Johannes- und Menaskirche. Hier sind die letzten Könige von Ani beigesetzt. Weiter geht es zur Klosterkirche Karmir Wank (12./13. Jh.), typisch für den mittelalterlichen armenischen Kirchenbau. Zurück nach Kars, Besuch des Museums mit armenischen Tierskulpturen des 16. Jhs. im Garten. Anschließend Fahrt zum Dorf Beş Kilise, das seinen Namen “Fünf Kirchen” nach armenischen Sakralbauten aus dem 11. Jh. trägt. Abstieg in ein tief eingeschnittenes Tal; auf einem Felsabsatz die Ruine einer dem Hl. Sergius geweihten Kirche.

7. Tag

Oltu-Tal, Işhan

Die Straße von Kars nach Yusufeli verläuft zwischen den Allahû-ekber-Bergen und den Quell-Sümpfen des Kura-Flusses und führt durch das geologisch interessante Oltu-Tal. Besuch der Kirchenruine von Işhan; die Außenreliefs der im 7. Jh. gegründeten und öfter umgebauten georgischen Kathedrale gehören zu den schönsten der Region. In einzelnen Bauteilen sieht man Reste von Malerei. 3 Ü in Yusufeli.

8. Tag

Zur freien Verfügung

9. Tag

Parhal, Dörtkilise

Besichtigung der in malerischer Umgebung an einen Berghang gebauten, als Moschee genutzten dreischiffigen Kirche von Parhal (10. Jh.) mit Relief-Ornamenten an den Fenstern. Kleine Wanderung auf einem Waldweg ins Gebirge. Zurück über Yusufeli ins Çoruh-Tal. Am Çoruh-Fluss entlang wandern wir von der Burg Tekkale zu den Ruinen der ebenfalls im 10. Jh. errichteten georgischen Basilika von Dört Kilise (“Vier Kirchen”) mit reich verzierter Außenfassade.

10. Tag

Tortumsee, Öşk und Haho

Auf der Fahrt nach Erzurum Halt am natürlich aufgestauten Tortumsee. Einmalig schön ist dieses Bergsturzgebiet mit seiner bizarren Felslandschaft und den kleinen tiefgrünen Seen vor einer mächtigen Geierwand. Im schön gelegenen Dorf Çamlıyamaç besichtigen wir die Ruine der georgischen Klosterkirche Oschk-Wank (10. Jh.) mit hoher Kuppel auf 4 frei stehenden Pfeilern und reich gegliedertem Außenbau. Weiterfahrt zum einstigen Kloster von Haho, das im Mittelalter zu den wichtigsten Kunst- und Kulturzentren Georgiens gehörte - den Schlüssel zur Marienkirche, einer heute als Moschee genutzten Kuppelbasilika, verwahrt der Imam. 2 Ü in Erzurum.

11. Tag

Erzurum

Erzurum, im 2. Jh. v. Chr. von Armeniern gegründet, Stadt an der Seidenstraße, musste sich im Lauf der Geschichte gegen viele Angreifer wehren: Skythen, Parther, Perser, Mongolen, Araber, Seldschuken, Russen; im 4. Jh. fiel es an die Byzantiner, im 16. Jh. an die Osmanen. Rundgang durch das historische Stadtzentrum: seldschukische Doppelminarett-Medrese mit figürlichem Reliefdekor und stalaktitengeschmücktem Spitzbogenportal, daran angebaut die Hatuniye Türbe; Große Moschee, mongolische Yakutiye-Koranschule, Moschee des Lala Mustafa Pascha, Drei Kuppelgräber aus dem 12. Jh. mit Vogel- und Tierreliefs. Von der unter Theodosius angelegten Festung schöner Ausblick auf die Stadt mit der dahinter liegenden Bergkette des Palandöken.

12. Tag

Bayburt, Zigana-Pass

Fahrt von Erzurum über den 2925m hohen Top-Pass nach Bayburt, eine von den Skythen gegründete Kleinstadt mit gewaltiger Festung. Der Ort war Schauplatz des historischen Sieges des byzantinischen Kaisers über die Mongolen in der zweiten Hälfte des 14. Jhs. Weiter über den 2030 m hohen Zigana-Pass im Pontischen Gebirge nach Maçka in unmittelbarer Nähe des Sumela-Klosters. 2 Ü in Maçka.

13. Tag

Sumela-Kloster, Peristera

Atemberaubend über einem Bachtal an einer senkrecht abfallenden Steilwand des Schwarzen Berges liegt das 1927 aufgegebene Kloster der “Hl. Mutter Maria vom Berg Mela” vor einer Grottenkirche aus dem 6. Jh. Aufstieg zur Klosterruine auf einem steilen Pfad durch alten Bergmischwald. Das Kloster mit seiner vierstöckigen Fassade wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Das Äußere der Kirche und die umliegende Felswand sind mit Fresken geschmückt, im Innern sind Fresken aus dem 15. Jh. erhalten. Neben der Kapelle vor der Grotte befindet sich ein Brunnen, dessen Wasser als wundertätig galt. Die Hauptikone des Klosters, ein der Legende nach vom Evangelisten Lukas gemaltes Marienbildnis, befindet sich heute in Athen. Auf dem Rückweg passieren wir die hoch auf einen steilen Felsen gebaute Klosteranlage St. Georg in Peristera.

14. Tag

Trabzon, Hagia Sophia

Fahrt nach Trabzon an der pontischen “Haselnuss-Küste”. Die Stadt wurde als griechische Kolonie gegründet, von Römern, Goten, Byzantinern, komnenischen Kaisern und Osmanen beherrscht und ist heute Provinzhauptstadt mit bedeutendem Hafen. Rundgang durch die untere, mittlere und innere Festung; in der alten Zitadellenstadt sehen wir zahlreiche zu Moscheen umgebaute byzantinische Kirchen. Besuch der auf einer Terrasse über dem Meer liegenden Hagia Sophia, der von den Komnenen-Herrschern erbauten Kirche der Heiligen Weisheit mit restaurierten Fresken; heute Museum. Gelegenheit zu letzten Einkäufen. 2 Ü in Trabzon.

15. Tag

Abreise

Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug.