Kulturreisen
Vom Schwarzen Meer ins ostanatolische Hochland
Kirchen und Klöster in grandioser Bergwelt

Der Kleine Kaukasus, das Grenzland zu Georgien im Nordosten der Türkei, ist eine Region
voller Gegensätze. Auf das weithin baumlose anatolische Hochland folgen dichte Wälder
aus Orientbuche, Orientfichte, Nordmannstanne und Barterle, tiefe Flusstäler mit schroffen
Felswänden, von Dreitausendern überragt. Subtropisch muten die Küsten an; Teeplantagen
reichen bis ans Meer, außerdem gedeihen hier Feigen, Oliven und sogar Zitrusfrüchte.
Im Sommer herrscht in den Bergen reger Almbetrieb.
Georgische Volksstämme, Meister in der Kunst der Metallverarbeitung, siedelten schon
im 2. Jahrtausend v.Chr. an den Hängen des Kaukasus. Nach Kolchis, in ihren Herrschaftsbereich,
zogen die Argonauten, um das Goldene Vlies zu holen. Die Städte am Schwarzen Meer sind
Gründungen griechischer Kolonisten. Ostanatolien wurde schon im 2. Jh. christianisiert.
Einsam in großartiger Landschaft, in abgeschiedenen Dörfern und Städtchen, konnten sich
prachtvolle Zeugnisse der georgischen und armenischen Blütezeit im 9. und 10. Jh. erhalten.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 1.590,00 € |
| Einzelzimmer | 1.770,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.750,00 € |
Reiseberichte zu dieser Reise
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Termine
| Sa., 18. Jul. 2009 | - | Sa., 01. Aug. 2009 |
| Sa., 01. Aug. 2009 | - | Sa., 15. Aug. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Flüge ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Stuttgart sind im Reisepreis inbegriffen. Abflüge ab Dresden und Leipzig mit einem Zubringer-Zug zum nächstgrößten Flughafen.
- Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge
- Transfers und sonstige Transporte
- Alle Fahrten mit dem Bus
- Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC
- Vollpension (mittags als Picknick)
- Reiseleitung
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Schwierigkeitsgrad
Leichte Wanderungen, gute Wege, normale Kondition / Wanderzeit ca. 3-5 St. / Höhenunterschied max. 400m
Hinweise
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
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Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Trabzon, Hotel in Rize, 1 Ü.
- 2. Tag
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Imerhevi-Tal
Im Tal des Imerhevi wurden so viele Kirchen und Klöster gebaut, dass man
vom “Georgischen Athos” gesprochen hat. Besichtigung der Kreuzkuppelkirche
Dolishana bei Hamamlıköy, Wanderung zur Klosterruine Porta. Weiterfahrt zur
Festungsruine von Ardanuç und zum versteckt in einer bewaldeten Mulde
liegenden georgischen Kloster Yeni Rabat (9. Jh.). In seiner Buchmalerei-Schule
entstanden im 9. und 10. Jh. kostbare Evangeliare. 2 Ü im 1000 m hoch gelegenen
Gebirgsort Şavşat.
- 3. Tag
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Tbeti, Veliköy, Karagöl
Fahrt auf Nebensträßchen zur Kirchenruine des alten Bischofssitzes von Tbeti,
versteckt unter Bäumen in einem Tal gelegen. Im Chor finden sich Reste von
Fresken, die Christus mit ausgebreiteten Armen zeigen, umringt von Heiligen
und Engeln. Besuch von Veliköy und anderen kleinen Dörfern mit Holzmoscheen
und zweistöckigen Holzhäusern mit Geranienschmuck und überdachten Balkonen.
Weiter geht es zum Karagöl, Umwanderung des von Tannen- und Fichtenwäldern
umgebenen Gebirgssees.
- 4. Tag
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Çıldır-See, Kars
Über den Gebirgsort Ardahan mit seiner wuchtigen osmanischen Festung geht
die Fahrt in Richtung Kars. Abstecher zum fast 2000m hoch gelegenen Çıldır-See.
Von der Ortschaft Çıldır nordwestlich des Sees aus wandern wir zur malerisch
am Ufer der Kura gelegenen Burg Rabat, im Volksmund auch Şeytan Kalesi,
“Teufelsschloss”, genannt.
Anschließend Besichtigung der georgischen Kuppelbasilika von Gölebelen,
die heute als Moschee genutzt wird. Schöner Blick über den See mit seinen
Kolonien von Wasservögeln. Weiterfahrt nach Kars, dessen Altstadt von
einer mächtigen armenisch-osmanischen Zitadelle überragt wird. In der
Nähe der ehemaligen Apostelkirche überspannt eine steinerne Brücke den
Kars-Fluss. 3 Ü in Kars.
- 5. Tag
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Ani
Besuch der Ruinenstadt Ani, im 10. Jh. Residenzstadt der armenischen
Bagratiden-Könige, an der armenisch-türkischen Grenze. Wanderung durch
die eindrucksvollen Ruinen von Palästen, Türmen und Kirchen in dem
weiten Gelände um die Schluchten des Arpa-und des Alaca-Flusses:
Apostel- und Erlöserkirche, Gregor-Kirchen, Kathedrale, Jungfrauenkloster,
Zitadelle. Der Ring einer doppelten Stadtmauer sorgte für den Schutz der
Stadt, in der es zu ihrer Blütezeit 100.000 Einwohner und 1000 Kirchen
gegeben haben soll! Mit dem Einfall der Mongolen wurde die Stadt
entvölkert und später bei einem Erdbeben völlig zerstört.
- 6. Tag
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Horomos, Karmir Wank, Museum Kars, Beşkilise
Fahrt zur armenischen Klosteranlage Horomos östlich von Kars;
aus dem 10. und 11. Jh. stammen Hirten-, Johannes- und Menaskirche.
Hier sind die letzten Könige von Ani beigesetzt. Weiter geht es zur
Klosterkirche Karmir Wank (12./13. Jh.), typisch für den mittelalterlichen
armenischen Kirchenbau. Zurück nach Kars, Besuch des Museums mit
armenischen Tierskulpturen des 16. Jhs. im Garten. Anschließend Fahrt zum
Dorf Beş Kilise, das seinen Namen “Fünf Kirchen” nach armenischen Sakralbauten
aus dem 11. Jh. trägt. Abstieg in ein tief eingeschnittenes Tal; auf einem
Felsabsatz die Ruine einer dem Hl. Sergius geweihten Kirche.
- 7. Tag
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Oltu-Tal, Işhan
Die Straße von Kars nach Yusufeli verläuft zwischen den Allahû-ekber-Bergen
und den Quell-Sümpfen des Kura-Flusses und führt durch das geologisch
interessante Oltu-Tal. Besuch der Kirchenruine von Işhan; die Außenreliefs
der im 7. Jh. gegründeten und öfter umgebauten georgischen Kathedrale
gehören zu den schönsten der Region. In einzelnen Bauteilen sieht man
Reste von Malerei. 3 Ü in Yusufeli.
- 8. Tag
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Zur freien Verfügung
- 9. Tag
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Parhal, Dörtkilise
Besichtigung der in malerischer Umgebung an einen Berghang gebauten,
als Moschee genutzten dreischiffigen Kirche von Parhal (10. Jh.)
mit Relief-Ornamenten an den Fenstern. Kleine Wanderung auf einem
Waldweg ins Gebirge. Zurück über Yusufeli ins Çoruh-Tal. Am Çoruh-Fluss
entlang wandern wir von der Burg Tekkale zu den Ruinen der ebenfalls im
10. Jh. errichteten georgischen Basilika von Dört Kilise (“Vier Kirchen”)
mit reich verzierter Außenfassade.
- 10. Tag
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Tortumsee, Öşk und Haho
Auf der Fahrt nach Erzurum Halt am natürlich aufgestauten Tortumsee.
Einmalig schön ist dieses Bergsturzgebiet mit seiner bizarren Felslandschaft
und den kleinen tiefgrünen Seen vor einer mächtigen Geierwand. Im schön gelegenen
Dorf Çamlıyamaç besichtigen wir die Ruine der georgischen Klosterkirche Oschk-Wank
(10. Jh.) mit hoher Kuppel auf 4 frei stehenden Pfeilern und reich gegliedertem
Außenbau. Weiterfahrt zum einstigen Kloster von Haho, das im Mittelalter zu den
wichtigsten Kunst- und Kulturzentren Georgiens gehörte - den Schlüssel zur Marienkirche,
einer heute als Moschee genutzten Kuppelbasilika, verwahrt der Imam. 2 Ü in Erzurum.
- 11. Tag
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Erzurum
Erzurum, im 2. Jh. v. Chr. von Armeniern gegründet, Stadt an der Seidenstraße,
musste sich im Lauf der Geschichte gegen viele Angreifer wehren: Skythen, Parther,
Perser, Mongolen, Araber, Seldschuken, Russen; im 4. Jh. fiel es an die Byzantiner,
im 16. Jh. an die Osmanen. Rundgang durch das historische Stadtzentrum: seldschukische
Doppelminarett-Medrese mit figürlichem Reliefdekor und stalaktitengeschmücktem
Spitzbogenportal, daran angebaut die Hatuniye Türbe; Große Moschee, mongolische
Yakutiye-Koranschule, Moschee des Lala Mustafa Pascha, Drei Kuppelgräber aus dem
12. Jh. mit Vogel- und Tierreliefs. Von der unter Theodosius angelegten Festung
schöner Ausblick auf die Stadt mit der dahinter liegenden Bergkette des Palandöken.
- 12. Tag
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Bayburt, Zigana-Pass
Fahrt von Erzurum über den 2925m hohen Top-Pass nach Bayburt, eine von den
Skythen gegründete Kleinstadt mit gewaltiger Festung. Der Ort war Schauplatz
des historischen Sieges des byzantinischen Kaisers über die Mongolen in der
zweiten Hälfte des 14. Jhs. Weiter über den 2030 m hohen Zigana-Pass im
Pontischen Gebirge nach Maçka in unmittelbarer Nähe des Sumela-Klosters. 2 Ü in Maçka.
- 13. Tag
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Sumela-Kloster, Peristera
Atemberaubend über einem Bachtal an einer senkrecht abfallenden Steilwand des
Schwarzen Berges liegt das 1927 aufgegebene Kloster der “Hl. Mutter Maria vom Berg Mela”
vor einer Grottenkirche aus dem 6. Jh. Aufstieg zur Klosterruine auf einem steilen
Pfad durch alten Bergmischwald. Das Kloster mit seiner vierstöckigen Fassade wurde
im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Das Äußere der Kirche und die umliegende
Felswand sind mit Fresken geschmückt, im Innern sind Fresken aus dem 15. Jh. erhalten.
Neben der Kapelle vor der Grotte befindet sich ein Brunnen, dessen Wasser als
wundertätig galt. Die Hauptikone des Klosters, ein der Legende nach vom Evangelisten
Lukas gemaltes Marienbildnis, befindet sich heute in Athen. Auf dem Rückweg passieren
wir die hoch auf einen steilen Felsen gebaute Klosteranlage St. Georg in Peristera.
- 14. Tag
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Trabzon, Hagia Sophia
Fahrt nach Trabzon an der pontischen “Haselnuss-Küste”. Die Stadt wurde als
griechische Kolonie gegründet, von Römern, Goten, Byzantinern, komnenischen Kaisern
und Osmanen beherrscht und ist heute Provinzhauptstadt mit bedeutendem Hafen. Rundgang
durch die untere, mittlere und innere Festung; in der alten Zitadellenstadt sehen wir
zahlreiche zu Moscheen umgebaute byzantinische Kirchen.
Besuch der auf einer Terrasse über dem Meer liegenden Hagia Sophia, der von den
Komnenen-Herrschern erbauten Kirche der Heiligen Weisheit mit restaurierten Fresken;
heute Museum. Gelegenheit zu letzten Einkäufen. 2 Ü in Trabzon.
- 15. Tag
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Abreise
Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug.