Das Küstenland der Levante ist Teil des „Fruchtbaren Halbmonds“ nördlich der Syrischen Wüste, schon früh
entwickelten sich hier Stadtkulturen. An den Kreuzwegen zwischen Europa, Afrika und Asien gelegen, wuchs
der Region eine Brückenfunktion zwischen den Großmächten des Altertums zu. In Ugarit wurde die erste
Alphabetschrift erfunden; die Phönizier gründeten von ihren Handelsstädten aus Kolonien bis an den Atlantik.
Hethiter, Griechen und Römer errichteten Reiche an der Levante; davon erzählen Felsreliefs, Tempel und Theater.
In Antiochia predigten Petrus und Paulus, hier nannten sich die Jünger Jesu zum ersten Mal „Christen“; zahllos
sind die Zeugnisse der frühchristlich-byzantinischen Epoche in Syriens Norden. Wenig christlich ging es bei
den Eroberungszügen der Kreuzfahrer zu; gewaltige Burgen waren die Machtzentren ihrer Ritterorden. Moscheen und
Medresen, von Kalifen und Sultanen erbaut, prägen das Bild der orientalischen Altstädte.
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- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Adana, 2 Ü in der Altstadt.
- 2. Tag
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Adana
Rundgang durch die Altstadt von Adana: römische Brücke über den Seyhan, Eski Cami, Kleine und Ramazanoğlu-Moschee,
Uhrturm, Ulu Cami mit Arkadenhof, Medrese, Mausoleum und Koranleseschule, syrischer Stil mit seldschukischen Ornamenten
und osmanischen Fayencen. Im Kontrast dazu die neu erbaute größte Moschee des Landes, die prächtige Sabancı Merkez Camii.
Besuch des Archäologischen Museums; Bummel durch den gedeckten Basar.
- 3. Tag
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Yılanlıkale, Anavarza, Kozan
Aufstieg auf die armenisch-fränkische Festung Yılanlıkale, „Schlangenburg“ mit Türmen, Torhäusern, Burgkapelle.
Weiter nach Anavarza. In den Fels gehauene Stufen führen auf den Burgberg mit römischen und frühbyzantinischen Ruinen;
Blick bis zu den Taurusbergen. Im kleinen Museum Mosaike. Kozan/Sision war im 3. Jh. n.Chr. Sitz eines armenischen Katholikats;
Besichtigung der Mameluken-Moschee, Aufstieg auf die malerische Festung. 1 Ü in Kozan.
- 4. Tag
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Karatepe, Kastabala
Karatepe im Nationalpark am Ceyhan-Stausee war Sommerresidenz eines späthetithischen Kleinkönigs: Stadttore mit Reliefschmuck,
Skulpturen von König und Wettergott, menschenköpfige geflügelte Löwen, Reliefs von Musikern, Jägern, Bootsfahrern. Eine
zweisprachige Inschrift in phönizischer Schrift und hethitischen Hieroglyphen wurde der Schlüssel zur Entzifferung des Hethitischen.
Streifzug durch die Ruinen des Priesterfürstentums von Hierapolis Kastabala mit Säulengängen, Theater, Bädern am Fuß einer Burg.
1 Ü in Osmaniye.
- 5. Tag
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Toprakkale, Issos, Payas, Antakya
Auffahrt zur Armenierburg Toprakkale. In Issos bezwang Alexander d. Gr. den persischen Großkönig Darius, Aquädukt in
Zitruskulturen. In Yakacık/ Payas schöner Bautenkomplex des Sokollu Mehmet Pascha mit Moschee, Bad, Bedesten, Karawanserei.
Antakya, das alte Antiochia am Orontes, war eine der reichsten Metropolen der hellenistisch-römischen Welt. Besuch der
Petrusgrotte, die als erster Versammlungsort der Christen Antiochias gilt. Charon-Relief am Felshang. 2 Ü in Antakya.
- 6. Tag
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Antakya, Seleukia Pieria, Daphne-Hain
Im Archäologischen Museum von Antakya se-hen wir die zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken weltweit: Boden- und
Wandmosaiken mit mythischen Szenen, Göttern und Tieren aus Antiochia, Daphne und Seleukia. Rundgang durch die osmanische
Altstadt von Antakya mit ihren verwinkelten Gassen, „Langer“ Basar. In der Hafenstadt Seleukia Pieria begann Paulus die 1.
Missionsreise; in der Ruinenstätte ein Zeugnis römischer Ingenieurskunst: die durch Felsen geschlagene Kanal-Tunnelanlage
zur Vermeidung der Hafenversandung.
- 7. Tag
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Saladinsburg, Ugarit/ Ras Schamra, Latakia
Der syrische Bus holt die Gruppe an der Grenze ab. Auf einem Bergrücken, von tiefen Schluchten und einem Graben umgeben,
thront die von Sultan Saladin eroberte Kreuzritterfestung. Bis ins 7. Jtd. v.Chr. zurück reicht die Siedlungsgeschichte
von Ugarit, bronzezeitliches Handels- und Kulturzentrum: Ruinen der Palastanlage, Wohnhäuser, Bibliotheken aus dem 3.
und 2. Jtd. v.Chr. Spektakulär der Fund eines riesigen Tontafelarchivs mit dem ältesten in Keilschrift geschriebenen Alphabet.
Mediterranes Flair vermittelt Latakia, Syriens größte Hafenstadt; Besuch des Museums. 1 Ü in Latakia.
- 8. Tag
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Qal’at´Marqab, Tartus, Amrit, Krak des Chevaliers
Aufstieg zur Kreuzritterburg Qal’at Marqab, aus dunklem Basalt auf einem erloschenen Vulkan am Meer errichtet.
Weiter nach Tartus, einer Gründung der Phönizier, später Hauptquartier der Templer; die Kreuzfahrer-Kathedrale Notre
Dame de Tortosa ist heute Museum. Im Ausgrabungsgelände der phönizischen Kultstätte Amrit Quellheiligtum und Nekropole
mit Spindelgräbern. Die malerische Festung Krak des Chevaliers, strategischer Stützpunkt des militanten Johanniter-Ordens,
gilt als die besterhaltene Kreuzritterburg. 1 Ü am Krak des Chevaliers.
- 9. Tag
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Hosn Suleyman, Maşyaf, Qasr Ibn Wardan, Hama
Hosn Suleyman gibt den Wissenschaftern noch Rätsel auf: Kultstätte von Baal und Astarte, in seleukidischer Zeit Zeustempel,
Jupitertempel der Römer. Weiterfahrt zur Burg Masyaf, Hauptsitz der islamischen Assassinen oder Ismaeliten. Ihr Führer Raschid
al-Din hielt als „Der Alte vom Berg“ Einzug in die Chroniken der Kreuzfahrer. Ein Abstecher führt uns zum Qasr Ibn Wardan,
Wüstenschloss aus Justinians Zeiten, mit Palast, Kirche und Stallungen. An Trulli-Dörfern vorbei geht es nach Hama am Orontes,
berühmt für seine Norias, gigantische hölzerne Wasserräder, deren Schöpfwerk Stadt und Region mit Wasser versorgt. 1 Ü in Hama.
- 10. Tag
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Apameia, „Tote Städte“, Ebla
Die Seleukidenstadt Apameia mit ihrer säulengeschmückten Prachtstraße ist eine der schönsten hellenistischen Ruinenstädte
Syriens. Im Museum in Ma’arrat Mosaiken mit Tier- und Natur-Szenen aus den „Toten Städten“ süd- und nordwestlich von Aleppo -
Hunderte von frühchristlich-byzantinischen Siedlungen des 5. Jh.s mit vielen architektonischen Meisterwerken. In Al-Barah
Pyramidengräber, Wohnhäuser, große Basilika; in Serdjilla Versammlungshaus (für Männer), Thermenanlage, Nekropole. Die Anfänge
von Ebla (Tell Mardikh) liegen im 3. Jtd.; später war es Zentrum einer bronzezeitlichen Großmacht, die uns ein 20.000
Keilschrifttafeln umfassendes Archiv hinterließ. 3 Ü in Aleppo.
- 11. Tag
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Trullidorf bei Djabul, Aleppo
Fahrt an den Salzsee von Djabul. Die lehmfarbenen runden „Bienenkorbhäuser“ im Dorf Umm’Amud ähneln der Bauweise der apulischen
Trulli-Häuser. Zurück nach Aleppo; Syriens zweitgrößte Stadt ist eine der ältesten dauerhaft besiedelten Städte der Welt. Unser
Streifzug durch den größten und schönsten Basar des Vorderen Orients mit 12 km überdachten Ladenstraßen beginnt am Stadttor Bab
Antakiye. Vom Suq al-Madina sind zahlreiche Moscheen, Karawansereien, Badehäuser und Koranschulen gut zu finden. Besuch der
GTZ-Ausstellung, die die Erhaltungsprojekte der Altstadt, heute Weltkulturerbe, plastisch dokumentiert.
- 12. Tag
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Aleppo
Aufstieg zur imposanten Zitadelle über der Stadt. Die erste Schutzburg errichteten die Seleukiden, im 4. Jh. betete Kaiser
Julian Apostata hier zu seinen Göttern, Mameluken und Osmanen bauten die Burg aus; zeitweise diente sie auch als Residenz.
Im Nationalmuseum Funde aus Mari und Ugarit und den Tells der Umgebung. In der Altstadt Omayyaden-Moschee mit seldschukischen
Minarett, Moschee Khosrawiye, Karawansereien Khan Al-Gumruk, Al-Wazir, Ash-Shona, As-Sabun mit reich gestalteter Fassade,
Medrese al-Fardoz. Spaziergang durch das Armenierviertel mit christlichen Kirchen und Bürgerhäusern.
- 13. Tag
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Qalb Loze, Simeonskloster, Ain Dara, Cyrrhus
Besuch der Wallfahrtsbasilika Qalb Loze aus dem 5. Jh. Der Klosterkomplex des Hl. Simeon mit vier Säulenbasiliken, Taufkirche
und Pilger-herbergen war in byzantinischer Zeit ein viel besuchtes Pilgerziel; hier soll der Asket 30 Jahre auf einer Säule
verbracht haben. Auf dem Tell von Άin Dara Reste eines hethitisch-aramäischen Ishtar-Heiligtums, am Eingang ein Basaltlöwe.
Cyrrhus, eine Seleukiden-Gründung, wurde zum römischen Stützpunkt gegen die Parther. Fahrt über die Grenze, 2 Ü in Gaziantep.
- 14.Tag
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Gaziantep
In Gaziantep Besuch des Archäologischen Museums mit den fantastischen Funden des hellenistisch-römischen Zeugma. Ein halbes
Jahr vor der Überflutung der Ruinen durch die gestauten Wasser des Euphrat im Jahr 2000 konnten in einer spektakulären Notgrabung
die kostbarsten Mosaikböden gerettet werden. Sehenswert auch die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke. Aufstieg auf die Stadtfestung.
In den Schmiede-Werkstätten des Altstadt-Basars kunstvolle Kupfer- und Messingarbeiten.
- 15. Tag
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Rückreise
Transfer zum Flughafen Gaziantep, Rückflug über Istanbul nach Frankfurt.