Ornithologie & Nationalparkreisen
Pontisches Gebirge
Gebirgsflora, Kaukasusbirkhuhn

Das Pontische Gebirge im äußersten Nordosten der Türkei bietet uns großflächig erhaltene,
kaum erschlossene Lebensräume. Bis zu 100 seltene, zum Teil endemische Pflanzenarten und
mehr als 180 Vogelarten, darunter einige östliche bzw. kaukasische Arten machen die Region
sowohl für Botaniker als auch für Ornithologen besonders interessant.
Wir beginnen unsere Reise in der Hafenstadt Trabzon am Schwarzen Meer. Nach Exkursionen in
den Gebirgswäldern und auf den Hochalmen der Umgebung geht es weiter über das Çoruhtal ins
Hochgebirge des Kaçkarmassivs.
In den urwaldartigen und ursprünglichen Regionen des Kaçkargebirges können wir seltene
Orchideenarten und andere interessante Pflanzenarten wie Pontischen Türkenbund und
Kaukasischen Rhododendron entdecken. Südlich des Gebirgskammes, wo der Niederschlag
deutlich nachlässt, erkunden wir die Fauna und Flora der Steppen und trockeneren
Gebirgsketten. Zum Abschluss der Reise besichtigen wir das Sumela-Kloster, das in die
steilen Felsen der Gebirgszüge bei Maçka wie ein Adlernest gebaut ist.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 1.590,00 € |
| Einzelzimmer | 1.770,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 1.680,00 € |
Reiseberichte zu dieser Reise
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 30. Mai. 2009 | - | Sa., 13. Jun. 2009 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Flüge ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Stuttgart sind im Reisepreis inbegriffen. Abflüge ab Dresden und Leipzig mit einem Zubringer-Zug zum nächstgrößten Flughafen.
- Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge
- Transfers und sonstige Transporte
- Alle Fahrten mit dem Bus
- Unterkunft im DZ/EZ mit DU/WC (teils außerhalb des Zimmers)
- Vollpension, mittags als Picknick
- Reiseleitung
- Eintrittsgebühren
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Karl Schwarz
Schwierigkeitsgrad
Langsame, aber teils lange Gebirgswanderungen in steinigem Gelände.
Hinweise
- Diese Reise ist auch für
Ornithologen geeignet.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Ab 01.01.2009 gelten neue Preise! Rail&Fly Hin-und Rückflug, 2. Klasse für 70,00 € pro Person.
Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Trabzon, Transfer zum Hotel in der Nähe des Bergdorfs Sivrikaya.
In der bewaldeten Region um das Hotel wachsen Ribes biebersteinii (Johannisbeere)
und Saxifraga cymbalaria (Zymbelkraut-Steinbrech). (3 Ü)
- 2. Tag
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Hochalmen
Von unserer Unterkunft aus fahren wir bis zur ehemaligen Baumgrenze auf etwa 1800
Meter Höhe. Die Region wird von blühenden Matten und Zwergstrauchheiden dominiert,
u. a. Rhododendron caucasicum, Caltha polypetala, Anemone narcissiflora, Veronica
gentianoides. Auf früheren Exkursionen konnte hier ein Kaiseradler beobachtet werden.
Es bestehen gute Chancen, das Kaukasusbirkhuhn anzutreffen. Auffällig sind verschiedene
Orchideenarten und der gelb blühende Pontische Türkenbund. Auf unserem Weg in die
höher gelegenen Felsregionen, in denen Steinbraunelle, Zwergadler und eventuell auch
das scheue Kaspische Königshuhn beobachtet werden können, kommen wir an den Holzhütten
einer Almsiedlung vorbei.
- 3. Tag
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Ovit-Pass
Auf einer Höhe von ca. 2600 Metern überquert der höchst gelegene Pass der Türkei die
parallel zur Schwarzmeerküste verlaufenden Bergrücken des Pontischen Gebirges. Heute
fahren wir von Norden kommend in Richtung Ovit-Pass bis auf 2400 Meter. An den Nordhängen
des Gebirges gedeihen seltene Pflanzenarten wie Ajuga orientalis, Corydalis alpestris,
Gentiana decemfida, Gentiana verna ssp. Pontica, Fritillaria latifolia, Myosotis alpestris
und Puschkinia scilloides. Eventuell treffen wir auf Mauerläufer, Bergpieper, Steinschmätzer
und Alpenbraunelle. Auch Steinadler und Bartgeier ziehen am Gebirgspass ihre Kreise.
- 4. Tag
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Teeanbau am Schwarzen Meer
Die Reiseroute führt uns ca. 100 km die Schwarzmeerküste entlang Richtung Norden. Bis zu 3500
Meter hoch aufragende Gebirgsketten fallen bis unmittelbar zur Meeresküste steil ab. Die Niederschlagsrate
sind hier sehr hoch. Oft werden die Berge von Wolken verhüllt, die vom Schwarzen Meer aufsteigen.
Das feuchte Klima lässt dichte Laubwälder, vereinzelt gemischt mit Orientfichten, bis direkt an
Küste wachsen. Dazwischen immer wieder Teeanbaugebiete und Haselnussplantagen. Neben Esskastanien
gedeihen Rhododendron ponticum und Vaccinium arctostaphylos. Auf den Meeresfelsen entdecken wir
immer wieder Kormorane. Bei Hopa verlassen wir die Küste und wenden uns wieder ins Landesinnere
entlang des Coruh-Flusses bis nach Artvin. Die Waldvogelwelt mit Rotkehlchen, Zaunkönig usw.
ist der europäischen hier sehr ähnlich. (1 Ü)
- 5. Tag
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Geniaberg und Fahrt über Yusufeli
Von Artvin aus Wanderung durch Gebirgsmischwälder mit Orientbuche, Orientfichte und Nordmannstanne.
Dazwischen immer wieder gelb blühender Rhododendron (Rhododendron luteum). Wir befinden uns nun
im Vorkommensgebiet der heimischen Braunbären und Wölfe, die hier in Einklang
mit der Bevölkerung leben. Bergzilpzalp und Grüner Laubsänger sowie Zwergschnäpper sind eventuell zu
beobachten. Kolkraben, Zwergadler und die östliche Rasse des Mäusebussards kommen hier vor. Hotel bei
Yusufeli. (1 Ü)
- 6.Tag
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Dört Kilise, Barhal Yaylalar
Besuch der einst georgischen Basilika Dört Kilise, die in einem Seitental des Çoruh-Flusses liegt.
Die tieferen Regionen des Çoruh-Tals weisen ein mediterranes Klima auf. Hier wachsen Schirmkiefern
(Pinus pinea), Ölbäume in sehr dichten Beständen, Granatäpfel, Christusdorn und wilde Kapern.
Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle und Seidenreiher leben in dieser milden Vegetationszone. In den
terrassierten Gärten der Ortschaften wachsen kultivierte Kornelkirschen, die getrocknet aufbewahrt
oder zu Marmelade verarbeitet werden. Einen Wildbach entlang, an dem Wasseramsel (östliche Rasse)
und Karmingimpel beobachtet werden können, geht die Fahrt weiter bis Yaylalar. Hier sind wir in einer
einfachen Pension bis zum Morgen des 10. Tages untergebracht. (4 Ü)
- 7.- 10.Tag
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Düpe- und Dilber Ebene, Köhrahmet, Barhal, Yusufeli
In den kommenden Tagen unternehmen wir verschiedene Wanderungen ober- und unterhalb der Waldgrenze
auf ca. 1800 Metern Höhe. Besonders interessieren uns die scheuen Kaukasusbirkhühner, die in den von
Rhododendron ponticum dominierten Zwergstrauchgesellschaften leben. Auch das seltene Kaspische Königshühner
kann in den Felsregion ab etwa 2500 Metern Höhe entdeckt werden. Möglich sind auch Beobachtungen von
Alpenkrähe und Alpendohle, von Bergpieper, Steinrötel, Hausrotschwanz (ssp. Ochrurus) und Wanderfalke.
An Pflanzenarten erwähnenswert: Aquilegia olympica, Lilium carniolicum ssp. Ponticum, Papaver lateritium
(endemisch), Symphytum asperum, Tanacetum macrophyllum, Dactylorhiza euxina und urvilleana, Daphne glomerata,
Paeoniua wittmanniana, Sedum spurium und Coluber ravergieri. Hotel bei Yusufeli. (1 Ü)
- 11. Tag
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Yusufeli, Bayburt
Im tiefer gelegenen Çoruh-Tal mit Obstgärten, vielen Walnussbäume, Ölweiden und Ufergehölzen leben
Kappenammer, Pirol, Flussuferläufer, Blauracke, Baumfalke und Schmutzgeier. Auch der Halbringschnäpper
kommt hier vor. Am Abend verlassen wir das fruchtbare Çoruh-Tal Richtung Norden und fahren bis nach Bayburt. (2 Ü)
- 12. Tag
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Umgebung von Bayburt
Um Bayburt treffen wir eine ganz anders geartete Klimazone an. Die Ortschaft ist von trockenerer
Hochsteppe umgeben. Ziesel und persische Wüstenmaus können beobachtet werden. An Vogelarten kommen
hier Felsensteinschmätzer, Bienenfresser, Wiedehopf, Weißstorch und Adlerbussard vor.
- 13. Tag
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Bayburt, Maçka
Von Bayburt aus Fahrt nach Maçka. Wir gelangen wieder in die Feuchtwälder des Schwarzmeergebietes,
die an dieser Stelle von Orientfichten dominiert werden. Die Pflanzen- und Vogelwelt ähnelt der zuvor
besuchten Gebirgswäldern. Übernachtung bei Maçka bis zum Morgen des 15. Tages. (2 Ü)
- 14. Tag
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Gebirgswälder und Sumela-Kloster
Heute besuchen wir das steil in eine Felswand hineingebaute Sumela-Kloster, dessen Ursprünge auf das
5. Jh. n. Chr. zurückgehen. Das Äußere der Klosterkirche und die umliegende Felswand sind mit zahlreichen
Fresken geschmückt, die aus dem 18. Jh. stammen, während im Inneren noch einige Fresken aus dem 15. Jh.
erhalten sind. In den steilen Felswänden ist auf Mauerläufer zu achten, dessen Brut hier nachgewiesen wurde.
- 15. Tag
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Abreise
Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug nach Deutschland.