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Rad- & Wandertouren in Kappadokien (8 Tage)
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Ornithologie & Nationalparkreisen

Pontisches Gebirge
Gebirgsflora, Kaukasusbirkhuhn

Das Pontische Gebirge im äußersten Nordosten der Türkei bietet uns großflächig erhaltene, kaum erschlossene Lebensräume. Bis zu 100 seltene, zum Teil endemische Pflanzenarten und mehr als 180 Vogelarten, darunter einige östliche bzw. kaukasische Arten machen die Region sowohl für Botaniker als auch für Ornithologen besonders interessant.
Wir beginnen unsere Reise in der Hafenstadt Trabzon am Schwarzen Meer. Nach Exkursionen in den Gebirgswäldern und auf den Hochalmen der Umgebung geht es weiter über das Çoruhtal ins Hochgebirge des Kaçkarmassivs.
In den urwaldartigen und ursprünglichen Regionen des Kaçkargebirges können wir seltene Orchideenarten und andere interessante Pflanzenarten wie Pontischen Türkenbund und Kaukasischen Rhododendron entdecken. Südlich des Gebirgskammes, wo der Niederschlag deutlich nachlässt, erkunden wir die Fauna und Flora der Steppen und trockeneren Gebirgsketten. Zum Abschluss der Reise besichtigen wir das Sumela-Kloster, das in die steilen Felsen der Gebirgszüge bei Maçka wie ein Adlernest gebaut ist.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.590,00 €
Einzelzimmer1.770,00 €

Privat-Tour
1-7 Personen ab 1.680,00 €

Reiseberichte zu dieser Reise

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 30. Mai. 2009-Sa., 13. Jun. 2009
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Karl Schwarz
Schwierigkeitsgrad
Langsame, aber teils lange Gebirgswanderungen in steinigem Gelände.
Hinweise
- Diese Reise ist auch für Ornithologen geeignet.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 68,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.
Ab 01.01.2009 gelten neue Preise! Rail&Fly Hin-und Rückflug, 2. Klasse für 70,00 € pro Person.

Anreise
Abflüge ab Amsterdam, Athen, Basel, Brüssel, Genf, London, Madrid, Moskau, New York, Paris, Prag, Rom, Straßburg, Stockholm, Warschau sind mit einem Preisaufschlag möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Trabzon, Transfer zum Hotel in der Nähe des Bergdorfs Sivrikaya. In der bewaldeten Region um das Hotel wachsen Ribes biebersteinii (Johannisbeere) und Saxifraga cymbalaria (Zymbelkraut-Steinbrech). (3 Ü)

2. Tag

Hochalmen

Von unserer Unterkunft aus fahren wir bis zur ehemaligen Baumgrenze auf etwa 1800 Meter Höhe. Die Region wird von blühenden Matten und Zwergstrauchheiden dominiert, u. a. Rhododendron caucasicum, Caltha polypetala, Anemone narcissiflora, Veronica gentianoides. Auf früheren Exkursionen konnte hier ein Kaiseradler beobachtet werden. Es bestehen gute Chancen, das Kaukasusbirkhuhn anzutreffen. Auffällig sind verschiedene Orchideenarten und der gelb blühende Pontische Türkenbund. Auf unserem Weg in die höher gelegenen Felsregionen, in denen Steinbraunelle, Zwergadler und eventuell auch das scheue Kaspische Königshuhn beobachtet werden können, kommen wir an den Holzhütten einer Almsiedlung vorbei.

3. Tag

Ovit-Pass

Auf einer Höhe von ca. 2600 Metern überquert der höchst gelegene Pass der Türkei die parallel zur Schwarzmeerküste verlaufenden Bergrücken des Pontischen Gebirges. Heute fahren wir von Norden kommend in Richtung Ovit-Pass bis auf 2400 Meter. An den Nordhängen des Gebirges gedeihen seltene Pflanzenarten wie Ajuga orientalis, Corydalis alpestris, Gentiana decemfida, Gentiana verna ssp. Pontica, Fritillaria latifolia, Myosotis alpestris und Puschkinia scilloides. Eventuell treffen wir auf Mauerläufer, Bergpieper, Steinschmätzer und Alpenbraunelle. Auch Steinadler und Bartgeier ziehen am Gebirgspass ihre Kreise.

4. Tag

Teeanbau am Schwarzen Meer

Die Reiseroute führt uns ca. 100 km die Schwarzmeerküste entlang Richtung Norden. Bis zu 3500 Meter hoch aufragende Gebirgsketten fallen bis unmittelbar zur Meeresküste steil ab. Die Niederschlagsrate sind hier sehr hoch. Oft werden die Berge von Wolken verhüllt, die vom Schwarzen Meer aufsteigen. Das feuchte Klima lässt dichte Laubwälder, vereinzelt gemischt mit Orientfichten, bis direkt an Küste wachsen. Dazwischen immer wieder Teeanbaugebiete und Haselnussplantagen. Neben Esskastanien gedeihen Rhododendron ponticum und Vaccinium arctostaphylos. Auf den Meeresfelsen entdecken wir immer wieder Kormorane. Bei Hopa verlassen wir die Küste und wenden uns wieder ins Landesinnere entlang des Coruh-Flusses bis nach Artvin. Die Waldvogelwelt mit Rotkehlchen, Zaunkönig usw. ist der europäischen hier sehr ähnlich. (1 Ü)

5. Tag

Geniaberg und Fahrt über Yusufeli

Von Artvin aus Wanderung durch Gebirgsmischwälder mit Orientbuche, Orientfichte und Nordmannstanne. Dazwischen immer wieder gelb blühender Rhododendron (Rhododendron luteum). Wir befinden uns nun im Vorkommensgebiet der heimischen Braunbären und Wölfe, die hier in Einklang mit der Bevölkerung leben. Bergzilpzalp und Grüner Laubsänger sowie Zwergschnäpper sind eventuell zu beobachten. Kolkraben, Zwergadler und die östliche Rasse des Mäusebussards kommen hier vor. Hotel bei Yusufeli. (1 Ü)

6.Tag

Dört Kilise, Barhal Yaylalar

Besuch der einst georgischen Basilika Dört Kilise, die in einem Seitental des Çoruh-Flusses liegt. Die tieferen Regionen des Çoruh-Tals weisen ein mediterranes Klima auf. Hier wachsen Schirmkiefern (Pinus pinea), Ölbäume in sehr dichten Beständen, Granatäpfel, Christusdorn und wilde Kapern. Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle und Seidenreiher leben in dieser milden Vegetationszone. In den terrassierten Gärten der Ortschaften wachsen kultivierte Kornelkirschen, die getrocknet aufbewahrt oder zu Marmelade verarbeitet werden. Einen Wildbach entlang, an dem Wasseramsel (östliche Rasse) und Karmingimpel beobachtet werden können, geht die Fahrt weiter bis Yaylalar. Hier sind wir in einer einfachen Pension bis zum Morgen des 10. Tages untergebracht. (4 Ü)

7.- 10.Tag

Düpe- und Dilber Ebene, Köhrahmet, Barhal, Yusufeli

In den kommenden Tagen unternehmen wir verschiedene Wanderungen ober- und unterhalb der Waldgrenze auf ca. 1800 Metern Höhe. Besonders interessieren uns die scheuen Kaukasusbirkhühner, die in den von Rhododendron ponticum dominierten Zwergstrauchgesellschaften leben. Auch das seltene Kaspische Königshühner kann in den Felsregion ab etwa 2500 Metern Höhe entdeckt werden. Möglich sind auch Beobachtungen von Alpenkrähe und Alpendohle, von Bergpieper, Steinrötel, Hausrotschwanz (ssp. Ochrurus) und Wanderfalke. An Pflanzenarten erwähnenswert: Aquilegia olympica, Lilium carniolicum ssp. Ponticum, Papaver lateritium (endemisch), Symphytum asperum, Tanacetum macrophyllum, Dactylorhiza euxina und urvilleana, Daphne glomerata, Paeoniua wittmanniana, Sedum spurium und Coluber ravergieri. Hotel bei Yusufeli. (1 Ü)

11. Tag

Yusufeli, Bayburt

Im tiefer gelegenen Çoruh-Tal mit Obstgärten, vielen Walnussbäume, Ölweiden und Ufergehölzen leben Kappenammer, Pirol, Flussuferläufer, Blauracke, Baumfalke und Schmutzgeier. Auch der Halbringschnäpper kommt hier vor. Am Abend verlassen wir das fruchtbare Çoruh-Tal Richtung Norden und fahren bis nach Bayburt. (2 Ü)

12. Tag

Umgebung von Bayburt

Um Bayburt treffen wir eine ganz anders geartete Klimazone an. Die Ortschaft ist von trockenerer Hochsteppe umgeben. Ziesel und persische Wüstenmaus können beobachtet werden. An Vogelarten kommen hier Felsensteinschmätzer, Bienenfresser, Wiedehopf, Weißstorch und Adlerbussard vor.

13. Tag

Bayburt, Maçka

Von Bayburt aus Fahrt nach Maçka. Wir gelangen wieder in die Feuchtwälder des Schwarzmeergebietes, die an dieser Stelle von Orientfichten dominiert werden. Die Pflanzen- und Vogelwelt ähnelt der zuvor besuchten Gebirgswäldern. Übernachtung bei Maçka bis zum Morgen des 15. Tages. (2 Ü)

14. Tag

Gebirgswälder und Sumela-Kloster

Heute besuchen wir das steil in eine Felswand hineingebaute Sumela-Kloster, dessen Ursprünge auf das 5. Jh. n. Chr. zurückgehen. Das Äußere der Klosterkirche und die umliegende Felswand sind mit zahlreichen Fresken geschmückt, die aus dem 18. Jh. stammen, während im Inneren noch einige Fresken aus dem 15. Jh. erhalten sind. In den steilen Felswänden ist auf Mauerläufer zu achten, dessen Brut hier nachgewiesen wurde.

15. Tag

Abreise

Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug nach Deutschland.